Bereits zum siebzehnten Mal findet, veranstaltet von der Hochschule Bremen und der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, der Europäische Verwaltungskongress in Bremen statt. Mitveranstalter in diesem Jahr ist der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Kooperationspartner sind wiederum der Deutschen Städte- und Gemeindebund und die KGSt. Außerdem wurde der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. für eine Zusammenarbeit gewonnen.
Der diesjährige Kongress beschäftigt sich mit dem Thema:
Verwaltung 2.0. – Paradigmenwechsel oder Mode-Erscheinung?
In drei Foren sollen dabei die Anforderungen an eine zukunftsfähige Verwaltung erörtert werden.Forum Verwaltungsmanagement
Public Management 2.0 - Wie das Internet die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung verändert
Das Forum soll als Grundlage die Themen Social Media, Twitter, soziale Netzwerke, Podcast, Videocast, Blog, Internetabstimmungen, Wikis, Apps, Web 2.0, Government 2.0,
Open Data/OpenGovernment erläutern und Lösungen aufzeigen, wie Verwaltungen die neuen technischen Möglichkeiten für ihre Arbeit nutzen können. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Auswirkungen der neuen Instrumente auf die Mitarbeiter und die Organisation der Verwaltung. Gleichzeitig sind natürlich auch die Außenwirkung der Verwaltungen und die neuen Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern davon unmittelbar betroffen.Forum Strategie und Steuerung
Verwaltungsmodernisierung 2.0: Herausforderungen durch technische Entwicklungen, individuelle Motivation und gesellschaftliche Erwartungen
Das Verwaltungsmanagement steht heute vor der Herausforderung den Fluch und Segen der IT-Welt, eine vielfältigere Arbeitswelt und post-industrielle Wertvorstellungen mit klassischen und hierarchischen Strukturen in Einklang zu bringen. Diese drei Einflussfaktoren werden mit je einem mehr theoretischen Beitrag und einem Praxisbeispiel im Forum Strategie und Steuerung beleuchtet. Allein die „Elektronisierung“ der Verwaltung schafft keine überzeugenden Lösungen. Zuweilen führt die fortschreitende Digitalisierung nicht zu Vereinfachungen, sondern zu immer komplexeren Arbeitsprozessen und schwer beherrschbaren Veränderungsprojekten. Im ersten Block des Forums werden deshalb Modernisierungsansätze im Mittelpunkt stehen, bei denen die Nutzung technischer Chancen im Zusammenhang mit Struktur- und Prozessveränderungen steht.Für eine erfolgreiche Verwaltungsmodernisierung kommt es aber nicht auf die Eigendynamik der neuen „Werkzeuge“ an, sondern auf die Dynamik der damit arbeitenden Menschen. Was Menschen motiviert in öffentlichen Verwaltungen zu arbeiten, welche Mitarbeiter/innen-Typen gebraucht und wie sie gefunden werden, ist Thema des zweiten Blocks. Nicht nur die „hard facts“, wie Strukturen, Technik und Humanressourcen stellen Herausforderungen für das moderne Verwaltungsmanagement dar. Gesellschaftlicher Wandel führt zu neuen Anforderungen an soziale Gerechtigkeit, internationale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Wie diese neuen Taktungen in Verwaltungshandeln einfließen können steht im dritten Block auf der Agenda.
